Funktionelle Gynäkologie
Vaginismus verstehen & behandeln
Ob mit oder ohne organische Ursache – Vaginismus lässt sich in den allermeisten Fällen gut behandeln, da wir Sie einfühlsam zurück zu einer entspannten Körperwahrnehmung begleiten.
Funktionelle Gynäkologie
Ob mit oder ohne organische Ursache – Vaginismus lässt sich in den allermeisten Fällen gut behandeln, da wir Sie einfühlsam zurück zu einer entspannten Körperwahrnehmung begleiten.
Vaginismus beschreibt eine unwillkürliche Verkrampfung der Beckenbodenmuskulatur, die ein Eindringen in die Vagina erschwert oder unmöglich macht. Denn die Muskeln ziehen sich reflexartig zusammen, was sich beim Geschlechtsverkehr, beim Einführen eines Tampons oder auch bei der gynäkologischen Untersuchung bemerkbar macht.
Der Körper steuert diese Reaktion völlig unwillkürlich, weshalb Betroffene sie nicht willentlich beeinflussen können. Viele Frauen fühlen sich deshalb allein, schämen sich oder glauben, sie müssten sich „einfach entspannen“. Das Gegenteil ist jedoch wahr, da es sich bei Vaginismus um ein weit verbreitetes und sehr gut behandelbares Phänomen handelt, völlig unabhängig von den jeweils zugrunde liegenden Ursachen.
„Der Körper schützt sich – wir helfen Ihnen, diesen Schutzreflex wieder loszulassen.”
Bei der Diagnose unterscheiden wir grundsätzlich, ob eine körperliche Ursache vorliegt oder ob die Verkrampfung ohne erkennbare organische Veränderung auftritt. Beide Formen sind gleichermaßen real und gleichermaßen behandelbar.
Form 1
Hier liegt keine körperliche Verletzung oder Erkrankung zugrunde, die die Schmerzen erklären würde. Vielmehr entwickelt der Körper die Muskelverkrampfung als einen Schutzreflex, welcher oft unbewusst entsteht und sich über Jahre hinweg festigt.
Häufige Begleitfaktoren:
Wichtig: Nicht-organisch heißt keineswegs «eingebildet». Denn der Schmerz ist absolut real, weshalb wir ihn auch medizinisch real behandeln.
Form 2
Hier entwickelt sich die Muskelverkrampfung aufgrund einer echten körperlichen Ursache. Denn das Nervensystem hat gelernt, dass ein Eindringen mit Schmerzen einhergeht. Deswegen schützt sich der Körper fortan reflexartig vor weiteren Berührungen.
Mögliche Auslöser:
Selbst wenn Patientinnen die ursprüngliche körperliche Ursache vollständig ausheilen, bleibt dieser Schutzreflex oft bestehen. Deshalb müssen wir ihn im Rahmen der Therapie gezielt auflösen.
Die Symptome ähneln sich bei beiden Formen stark. Was sich hingegen unterscheidet, ist der genaue Zeitpunkt des ersten Auftretens:
Gemeinsam teilen beide Formen das Gefühl, dass der eigene Körper blockiert. Dieser Zustand bringt häufig Frustration sowie Scham mit sich, weshalb betroffene Frauen den verständlichen Wunsch nach einer echten Lösung verspüren.
Wir begleiten Sie mit einem individuellen Therapieplan, den wir präzise auf Ihre Geschichte sowie Ihre Bedürfnisse abstimmen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Ihr Vaginismus organisch oder nicht-organisch bedingt ist, da wir Ihnen in beiden Fällen wirksame Wege zurück zu einer entspannten Körperwahrnehmung eröffnen.
Unser sanftes Stufenkonzept
Auch außerhalb des Vaginismus führen Narben oder eine wenig elastische Schleimhaut mitunter zu einer schmerzhaften Intimität. Hier setzen wir ergänzend moderne, energiebasierte Verfahren ein, um Ihr Wohlbefinden spürbar zu steigern:
Unser wichtigstes Ziel ist es stets, Ihnen ein Leben in körperlicher und seelischer Balance zu ermöglichen. Deshalb arbeiten wir ausschließlich mit Methoden, die perfekt zu Ihrem eigenen Tempo und Ihren individuellen Bedürfnissen passen.
Für die Optimierung Ihrer Fertilität setzen wir auf moderne, minimal-invasive Verfahren — individuell auf Ihre Voraussetzungen und Ihren Kinderwunsch abgestimmt.
Gezielte Muskelentspannung. Bei hartnäckigen Beckenbodenkrämpfen kann Botox die überaktive Muskulatur selektiv entspannen. Die Wirkung setzt nach wenigen Tagen ein und hält mehrere Monate an — ein wertvoller Baustein im Stufenkonzept bei Vaginismus.